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30. November 2009 1 30 /11 /November /2009 15:43

Wie hart will man sich engagieren? Diese Friedensinitiative sammelte Friedensfreunde, die bereit waren, im Ernstfall des Versuchs, die Kyritz-Ruppiner Heide als Bombenabwurftestgelände zu nutzen, als "ziviler Ungehorsam" das Gelände zu stürmen. Es ist nicht erfolglos gewesen... Nun gibt es den Vernetzungsaufruf für Künftiges:


Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner der Kampagne „Bomben nein – wir gehen rein“,

 

nach dem großen Erfolg der Bewegung für eine freie Heide möchten wir uns mit einem abschließenden Brief der Kampagne an Sie und Euch wenden.

AbschlieBend deshalb, weil die Kampagne beendet .ist: Am 9. Juli hat Bundesverteidigungsminister Jung in einer Pressekonferenz den Verzicht auf einen Luft-Boden-Schießplatz erklärt. Damit ist das Ziel unserer Kampagne erreicht. Mit allen, die durch Protestwanderungen, Briefe und Unterschriftensammlungen, Lobbyarbeit, juristische Arbeit, kreative Aktionen und Zivilen Ungehorsam zu diesem Erfolg beigetragen haben, können wir uns freuen und auch stolz sein auf das, was wir gemeinsam erreicht haben.

Welchen Anteil die "Kampagne Bomben nein - Wir gehen rein" an diesem Erfolg hatte, lässt sich nicht eindeutig nachweisen. Wir meinen: Die Ankündigung, dass Tausende Zivilen Ungehorsam leisten würden, wenn alle anderen Mittel gescheitert sind, dürfte die Entscheidung der Bundesregierung erheblich mit beeinflusst haben. Sie konnte sich ausrechnen: Wenn die Bundeswehr tatsächlich einmal zu üben beginnt, dann wird der Widerstand nicht aufhören, sondem eine neue Qualitat erreichen. In den vergangenen Jahren

haben wir immer wieder gesagt: Wir hoffen, dass wir nie diesen massenhaften Zivilen Ungehorsam leisten müssen, sondem dass die Ankündigung reicht, um den Militärs den Appetit auf unsere Heide zu verderben. So ist es nun gekommen.

Doch noch ist es nicht Zeit, sich gemütlich zurückzulegen und die freie Heide zu genießen.

Die Menschen in der Region rund ums Bombodrom leiden ganz erheblich unter dem Lärm von Tiefflügen - denn die hat die Bundeswehr nicht aufgegeben. Fur den Verzicht auf den Luft-Boden-Schießplatz haben wir nur das Wort eines vermutlich scheidenden Ministers, es gibt darüber keinen rechtsverbindlichen Verwaltungsakt. Noch ist der Platz im Besitz der Bundeswehr. Aus dem Verteidigungsministerium verlautet, es werde gerade geprüft, ob er anderweitig militärisch genutzt werden solI.

Sollte dies eintreten, so würden wir Sie geme wieder anschreiben, um je nach Sachlage entweder zu Beratungen einzuladen oder zu einer neuen Kampagne aufzurufen. Wir möchten deshalb den Schatz, den die Adressen der Kampagnen-UnterzeichnerInnen darstellen, vorläufig gut hüten, um ihn bei Bedarf noch einmal nutzen zu konnen. Selbstverständlich streichen wir Ihre Adresse, wenn Sie uns mitteilen, dass Sie nicht mehr angeschrieben werden möchten.

Auch diejenigen, die geme über mögliche Folgekampagnen informiert werden möchten, bitten wir um eine Rückmeldung: Wir haben bisher überwiegend Postadressen, was die Kommunikation aufwändig und teuer macht. Wir möchten Sie bitten, uns für den Fall der FäIle - falls vorhanden - Ihre E-Mail-Adresse mitzuteilen. So könnten wir Sie schnell erreichen, wenn es nötig wird.

Fur diejenigen unter Ihnen, die sich nach dem Erfolg in der Heide jetzt auch an anderen Kampagnen gegen Truppenübungsplatze, für Frieden und Abrüstung beteiligen möchten, legen wir ein Infoblatt mit Adressen und Beschreibungen verschiedener Handlungsmöglichkeiten bei.

Noch ein paar Worte dazu, wer Ihnen hier schreibt: Die Kampagne "Bomben nein – Wir gehen rein" wurde 2004 während der Sommeraktionstage ins Leben gerufen. Damals waren viele Menschen aus der FREIen HEIDe und anderen Initiativen aus der Region und darüber hinaus beteiligt. Die "Freie Heide Gruppe Neuruppin-Berlin" übemahm die Koordination der Kampagne. 1m Jahr 2007 gab es einen Disput um den Namen dieser Gruppe, da sie zur Besiedelung des Bombodroms aufrief und hierbei in der Öffentlichkeit teilweise mit der Bürgerinitiative FREIe HEIDe verwechselt wurde.

Während früher beide Gruppen sehr eng miteinander verbunden waren, entwickelten sie sich im Laufe der Jahre auseinander. Ebenfalls 2007 bekundeten einige Menschen aus der Region, die weder aus Neuruppin noch aus Berlin waren, Ihr Interesse an einer Mitarbeit in der Gruppe. So wurde aus der "Freie Heide Gruppe Neuruppin-Berlin" die "Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide". Diese Initiative "erbte" daher auch die Koordination der Kampagne.

Deshalb ist es die "Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide", die Ihnen nun diesen Brief schreibt und Ihre Antworten entgegen nimmt. Mehr Informationen zur Initiative finden Sie im Internet unter www.friedensinitiative-kyritz-ruppiner-heide.de . Dort sind auch die Termine der Arbeitstreffen veröffentIicht, zu denen Sie herzlich wilIkommen sind.

Eckehard Hämer (Sprecher)

fürdie Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide


p.s. Wir bitten Sie bzw. Euch um möglichst viele ausgefüllte Rückmeldungen mit E-Mail-

Adressen, damit wir für den Fall der FäIle gewappnet sind.


Riickmeldung
bitte senden an:

Friedensinitiative Kyritz-Ruppiner Heide, Rudolf-Breitscheid-Straße 38, 16816 Neuruppin

oder info@friedensinitiative-kyritz-ruppiner-heide.de


Name, Vorname

Straße I PLZ I Ort

E-Mail

Ja, ich möchte informiert werden, wenn über eine neue Kampagne gegen militärische Nutzungspläne für die Kyritz-Ruppiner Heide nachgedacht wird.

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29. November 2009 7 29 /11 /November /2009 15:37
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16. November 2009 1 16 /11 /November /2009 13:54

Nach Untersuchungen der Zentralstelle für Recht und Schutz der
Kriegsdienstverweigerer ist eine deutliche Mehrheit (61,6 %) der
Abgeordneten des Deutschen Bundestages für den Ausstieg aus der
Wehrpflicht. In der Koalitionsvereinbarung hat sich dieses leider nur in
einer Verkürzung der Wehrpflichtzeit nieder geschlagen. Mit der Änderung
der entsprechenden Gesetze werden im paralmentarischen Verfahren
Diskussionen nicht nur um die Dauer sondern auch um andere Punkte der
Wehrpflicht geführt.

Mit einer Petition an die Abgeordneten des Bundestages soll die
Diskussion unterstützt und unseren Forderungen Nachdruck verliehen:

Der Bundestag wird aufgefordert, die Wehrpflicht auszusetzen und
stattdessen Freiwilligendienste stärker zu fördern!

Petition direkt unterzeichnen:
https://www.frieden-mitmachen.de/25/petition:_wehrpflicht_aussetzen,_freiwilligendienste_foerdern/


Und darum geht es genau:
Der Bundestag wird aufgefordert, die Wehrpflicht auszusetzen und
stattdessen Freiwilligendienste stärker zu fördern!

Seit nunmehr über 50 Jahren hält die Bundesrepublik Deutschland an der
Wehrpflicht fest, als wäre sie fester Bestandteil des gesellschaftlichen
Lebens. Dabei muss die Wehrpflicht sehr wohl hinterfragt werden.
Verfassungsrechtlich geschützte Freiheitsrechte werden zugunsten der
Wehrpflicht eingeschränkt. Dies führt mitunter zu desolaten
Verhältnissen bei der Arbeitsplatzsuche. Immer wieder werden Fälle
bekannt, in denen die Wehrpflicht Arbeitsplatzperspektiven zunichte
macht. Und warum dies alles? Es herrscht Einigkeit, dass Angriffe auf
Deutschland mehr als unwahrscheinlich sind. An der Wehrpflicht wird
trotzdem festgehalten; vielleicht aus Angst eine althergebrachte
"Tradition" zu verlieren. Die Wehrpflicht ist eine längst überkommene
Wehrform, die mit einer modernen Streitkraft nichts gemein hat.

Schluss mit der Wehrpflicht!

Jedes Jahr leisten etwa 60.000 junge Männer ihren Wehrdienst; 80.000
erfüllen ihre Wehrpflicht hingegen durch den Zivildienst. Eigentlich
müsste der Wehrdienst die Regel sein und der Zivildienst die Ausnahme.
Inzwischen ergibt sich ein anderes Verhältnis: Der Zivildienst ist die
Regel und der Wehrdienst die Ausnahme. 15% eines Jahrgangs leisten
Wehrdienst, 19% leisten als KDVler einen Ersatzdienst und annähernd die
Hälfte wird ausgemustert. Der Anteil der Grundwehrdienstleistenden in
der Bundeswehr liegt gerade einmal bei 15%. Eine "Wehrpflicht"-Armee
sind wir also schon lange nicht mehr!

Die Wehrpflicht ist ungerecht! Willkür entscheidet darüber, wer zum Bund
muss und wer nicht!

Demokratie erfordert Freiwilligkeit, keine Pflicht! Freiwilliges
Engagement fördert das Demokratieverständnis und ermöglicht
gesellschaftliche Teilhabe. Freiwilligendienste verhelfen jungen, wie
auch älteren Menschen zu sozialen Kompetenzen, die auch auf dem
Arbeitsmarkt gefragt sind. Daher muss die Förderung von Freiwilligem
Engagement, insbesondere in Form von Freiwilligendiensten, in den
Mittelpunkt der Diskussion gestellt werden.

Das Ziel muss daher lauten: Von der Pflicht zur Freiwilligkeit!


https://www.frieden-mitmachen.de/25/petition:_wehrpflicht_aussetzen,_freiwilligendienste_foerdern/




Weitere Informationen zur Kriegsdienstverweigerung und zur Wehrpflicht
unter:
http://www.dfg-vk.de
http://www.zentralstelle-kdv.de
http://www.asfrab.de

Weitere Materialien
- Die Kurzfassung der Petition:
http://www.petition-wehrpflicht.de/Kurzfassung.pdf
- Die Langfassung der Petition:
http://www.petition-wehrpflicht.de/Petition-Wehrpflicht.pdf
- Das Unterschriftenblatt zum Ausdrucken und Sammeln von
Unterstützungsunterschriften:
http://www.petition-wehrpflicht.de/Unterschriftenblatt.pdf

  Die Homepage des Initiator der Petition: Marco Penz:
http://www.petition-wehrpflicht.de/index.htm


*****************************************
Die Aktionsplattform www.FRIEDEN-MITMACHEN.de geht auf eine Initiative
der DFG-VK zurück. Die Aktion gegen die Wehrpflicht wird unter anderem
auch durch die Zentralstelle für Recht und Schutz der
Kriegsdienstverweigerer und die Arbeitsstelle FRIEDEN und ABRÜSTUNG
unterstützt.
Kontakt: frieden-mitmachen@dfg-vk.de
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3. November 2009 2 03 /11 /November /2009 16:06
Die Potsdamer Friedenskoordination hat einen Brief an US-Präsident Barack Obama geschrieben. Text hier.

Der 9. November ist traditionell der Tag, der bei den Berlin-Brandenburger Schriftstellern unter dem Motto "
Wider das Vergessen" steht. Wer die Verbrechen der Faschisten, die in den bisher größten Krieg der Geschichte mündeten in den Grümpelkeller räumt, macht den Weg frei für noch schlimmere Krieger wie die, die Afghanistan und Irak zum Waffentestfeld gemacht haben...

Fuldaer Erklärung - Online-Unterzeichnung: Frieden jetzt!
Im Oktober 2009 starb ein junger Mann aus der Region Fulda an den schweren Verletzungen, die er mehr als ein Jahr zuvor als Soldat in Afghanistan erlitten hatte. Wir sind ...
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27. Oktober 2009 2 27 /10 /Oktober /2009 08:25
Als Friedenstext fragt Renate Laufs zusammengefasst: Wenn alle Frieden wollen, warum gibt es dann keinen?

Das ist ein Debattenansatz... Liegt es "in der Natur des Menschen", seiner tierischen Herkunft? "frosch" widerspricht. Und die domestizierten Tiere, allen voran die Hunde, die irgendwann ja Wölfe waren. sprechen dagegen.
Die Umwelt formt "den Menschen".

Oder liegt es daran, dass nicht alle unter "Frieden" dasselbe verstehen? Dass manche glauben, nur ein toter Feind ist ein friedlicher ("Nur ein toter Indiane ist ein guter Indianer")?

Oder liegt es einfach daran, dass sich mit Kriegen bombig viel verdienen lässt.
Dass es wenigstens potentiell immer Krieg geben wird, sofern er für die Produzenten von Waffen als auch für die Eroberer künftiger Märkte sinnvoll bis notwendig ist, solange es Systeme von Macht gibt?

Und weil die Leute Krieg nicht gerne hören, werden die modernen Kriege "Friedensmissionen" genannt...
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20. Oktober 2009 2 20 /10 /Oktober /2009 16:06
Fuldaer Erklärung

Im Oktober 2009 starb ein junger Mann aus der Region Fulda an den schweren Verletzungen,
die er mehr als ein Jahr zuvor als Soldat in Afghanistan erlitten hatte. Wir sind bestürzt über die steigende Zahl der Opfer, die der Krieg in Afghanistan fordert. Junge Menschen werden in diesen Krieg geschickt, Töten und Sterben wird von den verantwortlichen Politikern billigend in Kauf genommen.

Die NATO-Staaten Kanada und Niederlande haben für 2010/2011 den Abzug ihrer Truppen angekündigt. Die Bundesregierung aber hält eisern am Kriegsbündnis fest. Die Bundeswehr bringt keine Lösung des Konfliktes, sie ist längst Teil des Problems. Nur zivile Hilfsprogramme können eine Wende zum Positiven bringen.
Die unabdingbare Voraussetzung für eine friedliche Entwicklung in Afghanistan ist die Beendigung der bewaffneten Kämpfe.

Dieses Ziel ist nur zu erreichen, wenn alle ausländischen Truppen abgezogen werden.
Deshalb fordern wir:
- Abzug der Bundeswehr aus Afghanistan statt weiterer Aufstockung der Kontingente
- Sofortige Einstellung aller Waffenlieferungen
- Keine logistische Unterstützung des Krieges
- Bereitstellung von Mitteln für den zivilen Wiederaufbau
- Zivile Berufsbildungsprogramme für Jugendliche und Bundeswehrangehörige

Erstunterzeichner:
DGB Kreisverband Fulda: Pia Hainer, Karin Masche; Frank Herrmann, DGB Regionsvorsitzender Südosthessen; Hubert Barteska, DGB KV-Vogelsberg; Michael Wahl, Kreistagsabgeordneter (Landkreis Fulda); Dr. Diether Dehm,
MdB, Großentaft (Landkreis Fulda); Martin Uebelacker, Vorsitzender ver.di OV Fulda im Fachbereich 8; Günter Kopaschinski, Betriebsrat (Eichenzell); Sabine Barteska, Vorsitzende NaturFreunde Lauterbach; Dr. Peter Strutynski,
GEW, Bundesausschuss Friedensratschlag; Regina Hagen, Trägerkreis Atomwaffen abschaffen, Darmstädter Friedensforum; Willi van Ooyen, Friedens- und Zukunftswerkstatt, MdL, Fraktionsvorsitzender der Fraktion DIE LINKE im
Hessischen Landtag; Dr. Ulrich Wilken, MdL, Landesvorsitzender DIE LINKE Hessen; Wolfgang Gehrcke, MdB; Christine Buchholz, MdB; Sabine Leidig MdB; Tobias Pflüger, Vorstand Informationsstelle Militarisierung, ehemaliger
Europaabgeordneter; Monty Schädel, Politischer Geschäftsführer Deutsche Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK); Gregor Böckermann, Initiative Ordensleute für den Frieden (IOF)

Online-Unterstützung:
https://www.frieden-mitmachen.de/29/truppenabzug_jetzt!_frieden_statt_krieg!


Listen zum Sammeln von UnterstützerInnen dieser Erklärung.
https://www.dfg-vk.de/dateien/fuldaer_erklaerung.pdf

Weitere Online-Aktionen gegen Krieg, Militär und Sozialabbau unter:
http://www.frieden-mitmachen.de

Weitere Informationen zum Protest gegen den Krieg gegen Afghanistan unter:
DFG-VK: http://www.afghanistankampagne.de,
http://www.schrittez-zur-abruestung.de

Universität Kassel / Bundesausschuss Friedensratschlag:
http://www.uni-kassel.de/fb5/frieden/regionen/Afghanistan/Welcome.html

Informationsstelle Militarisierung:
http://www.imi-online.de

Kooperation für den Frieden:
http://www.koop-frieden.de


*************************************
Deutsch Friedensgesellschaft-Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen
Monty Schädel, Politischer Geschäftsführer
E-Mail: office@dfg-vk.de  
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20. Oktober 2009 2 20 /10 /Oktober /2009 06:20
Seit über 10 Jahren, konkret seit dem ersten deutschen Interventionskrieg seit dem 2. Weltkrieg, dem Überfall auf Jugoslawien, stehen sie immer montags von 18.00 bis 19.00 Uhr am Kaufhof auf dem Berliner Alexanderplatz.
Meine Gedichte und Texte, abwechselnd mit Hinweisen, dass Interventionseinsätze der Bundeswehr doch eigentlich grundgesetzwidrig seien, schleudere ich als Variation solcher Ausdauerposition durchs Megaphon in die vorbei strömenden Massen.
Ist es Absicht? Ich wage keine Antwort. Aber nach den erste drei künstlerischen Mahnwachen gibt es nun immer Störaktionen. Gestern beispielsweise eine heitere Jazzband in der Nähe, die fünf Minuten vor 18 Uhr zu spielen beginnt...
Könnte da jemand fürchten, die einsamen Friedenspoeten könnten von Massen beachtet werden?
Ich trug den Sisyphus vor, jenes eigene Bild des Recken, der vergeblich immer wieder versucht, die Friedenskugel an ihren Platz zu rollen, verzweifelt irgendwann aufgibt und in diesem Moment ist der Flaschenzug der Ameisen fertig, die kraft gemeinsamen Handelns, jede einzelne so klein, das Werk vollbrachten...
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19. Oktober 2009 1 19 /10 /Oktober /2009 14:43
Ein paar Beschwerden gab es schon, dass das Friedensblog in einer Tiefkühltruhe verschwinden sollte.
Also machen wir weiter:
1. Die Sammlung der Friedenstexte wird erhalten und ausgebaut, wenn sich Interessenten finden.
2. Die Wertung "Friedenstext des Monats" bleibt bis auf Weiteres ausgesetzt.
3. Wer gegen deutsche Kriegsbeteiligungen klicken will, kann dies weiterhin (alle Beteiligungen werden weiter gezählt.)
4. Dieses Blog dient von nun an sowohl der aktuellen Info über Friedensaktivitäten und -fragen als auch der allgemeinen Debatte. Wer macht wo was warum. Jeder Interessierte kann hier seine Beiträge als Kommentar einstellen, die dann in das Blog voll eingestellt werden können.
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5. September 2009 6 05 /09 /September /2009 13:40
Vorerst einmal ist diese Initiative vorbei.
400 Tage haben wir uns bemüht, eine klangvolle Stimme im Chor der Friedensfreunde zu sein.
Sie können die Statistiken verfolgen, Sie können sehen, welche Mühen wir durchlebt haben.
13 Friedenstexte des Monats wurden gewählt.
Allen, die mitgemacht gebührt unser Dank: Denen, die ihre Fantasie, ihr Einfühlungs- und Wortschöpfungsvermögen investiert haben und denen, die unterschiedlich häufig ihre Stimme gegeben haben gegen deutsche Kriegseinsätze auf dieser Erde..
Den angestrebten Erfolg haben wir schlicht verfehlt. Nicht einmal 50 000 Mitwirkende haben es nur auf weniger als 200000 Klicks gebracht - damit können wir uns nicht groß tun und müssen gründlich nachdenken, wie wir künftig stimmvoller werden.

Gestern war eine besondere Danksagung:
Zur ersten Friedenslesung 2007 hatten wir unterstützende Stimmen gesucht.
Die Botschafterin der Bolivarischen Republik Venezuela, Frau Blancanieve Portocarrero unterstützte unseren Schreibwettbewerb mit solidarischen Worten.
Gestern nun hatte die Botschaft Venezuelas geladen, um das Projekt einer Zone des Friedens in Lateinamerika vorzustellen, ein Projekt, dessen Kern die unbedingte Nichteinmischung in die inneren Angelegenheiten anderer Länder und die Lösung aller Konflikte auf friedlichem Weg ist - und wie eine solche dauerhafte Perspektive durch fremde Militärstützpunkte, konkret die der USA in Kolumbien in der Nähe der venezolanischen Grenze bedroht wird.
Inzwischen liegt für die damalige Friedenslesung eine vom Kulturring in Berlin herausgegebene Anthologie mit ausgezeichneten Texten und u.a. jenem Grußwort von damals vor. Was lag da näher, als der Botschafterin ein Exemplar dieser Anthologie zu überreichen und ihr zu versichern, dass wir an jeder Zone des Friedens auf dieser Erde, ja an der Vision der ganzen Erde als Zone des Friedens interessiert sind.
Wir werden uns weiter vorurteilsfrei solidarisch zur Seite stehen.
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2. September 2009 3 02 /09 /September /2009 08:07

Gestern endete also dieser Friedenslesungs-Netzwettbewerb um den "Friedenstext des Monats".
Gestern fand im Kulturforum Hellersdorf die Friedenslesung 2009 statt, die zweite nach dem 2007er Wettbewerb mit selbst geschriebenen Beiträgen von deutschen Friedensautoren.
Vorgestern beteiligte ich wieder einmal mit eigenen Friedensgedichten an der Mahnwache der "Mütte gegen den Krieg" auf dem Alexanderplatz.

Das sind die drei Ereignisse.
Zum ersten: Ich gebe zu, ich hatte mir größerer Resonanz gerechnet, mit politischer Unterstützung vielleicht auch noch. Meist aber blieben offenbar die engagierten Friedensautoren mit ihrer unmittelbaren Anhängerschar unter sich. Immerhin merkten sie, dass sie nicht ganz allein sind. Mancher mag die Statistik auch positiv sehen. Immerhin haben wir 13 Monate durchgehalten - und bis ausgerechnet auf diesen August mit immer mehr als 2000 Mitwirkenden im Monat. Für politisches Gewicht ist dies einfach zu wenig. Da müssen wir uns verstecken.

Zum zweiten: Der Saal des Kulturforums sah nicht leer aus. Es waren außer den Autoren und ihren Bekannten sogar einige Interessierte gekommen und ihnen wurde ein eindrucksvolleres Programm dargeboten, als ich das nach der Lektüre der eingesandten Beiträge befürchtet hatte. Die Beteiligung von Autoren hatte sich in Grenzen gehalten; insgesamt waren beim ersten Wettbewerb 2007 fünfmal soviele Beiträge, darunter auch zahlreiche ausländische eingegangen, was nicht zuletzt mit der diesmal extrem gestauchten zeitlichen Organisation zusammenhing.
Bei den Beiträgen wurde zurecht moniert, dass kaum FRIEDENStexte darunter waren, sie sich im Wesentlichen auf die Verurteilung der Kriegsgrauen konzentrierten. Allerdings waren durchaus auch Beiträge dabei, die die Zuhörer (nicht nur der exzellenten  Vortragswise vom Ex-Nachrichtensprecher Klaus Feldmann wegen) spannend fanden.  Womit das Hauptproblem angesprochen ist: Mit Anfang fünfzig die "Jugend" zu repräsentieren kann man nur mit Selbstironie verkraften. Echte Jugendliche wurden nicht erreicht - allerdings fürchte ich, wurde dies durch den Kulturring auch nicht angestrebt. Dabei sind es die heutigen Jugendlichen, die in die heutigen Jugendlichen, die in die heutigen Kriege, pardon: humanitären Friedenseinsätze, geschickt werden.

 

Zum dritten: Seit dem deutschen Überfall auf das damalige Jugoslawien halten sie durch, die "Mütter gegen den Krieg", jeden Montag, immer von 18 bis 19 Uhr. Sehr amateurhaft sieht er aus, ihr Auftritt. Aber das ist eher eine Stärke. Es ist persönliches Engagement. Nur mitunter vergiftet Verbitterung den Ton. Wie nicht anders zu erwarten laufen an diesem Knotenpunkt die meisten vorbei, viele achtlos, viele in heimlicher Angst, angesprochen zu werden. Da ist es zwar zu verstehen, aber eben total kontraproduktiv, wenn dann aus dem Kreis der Friedensengagierten die Vorübergehenden beschimpft werden. Für mich als Lyriksprecher war dies beschämend und ablenkend zugleich.

 

Zusammenfassend: Die Zahl derer, die auf ein neues Gebrüll "Wollt ihr den totalen Krieg?" entgeistigt "Jaaaaaaa!" antworten ist zwar klein, aber der tägliche "Kleinkrieg" um minimale Vorteile irgendeinem Anderen gegenüber lässt wirksamen Widerstand noch nicht aufleuchten.

 

Deutsche Zinksärge - wo seid ihr? 

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