Dienstag, 20. oktober 2009
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Seit über 10 Jahren, konkret seit dem ersten deutschen Interventionskrieg seit dem 2. Weltkrieg, dem Überfall auf Jugoslawien, stehen sie immer montags von 18.00 bis 19.00 Uhr am Kaufhof auf dem
Berliner Alexanderplatz.
Meine Gedichte und Texte, abwechselnd mit Hinweisen, dass Interventionseinsätze der Bundeswehr doch eigentlich grundgesetzwidrig seien, schleudere ich als Variation solcher Ausdauerposition durchs
Megaphon in die vorbei strömenden Massen.
Ist es Absicht? Ich wage keine Antwort. Aber nach den erste drei künstlerischen Mahnwachen gibt es nun immer Störaktionen. Gestern beispielsweise eine heitere Jazzband in der Nähe, die fünf Minuten
vor 18 Uhr zu spielen beginnt...
Könnte da jemand fürchten, die einsamen Friedenspoeten könnten von Massen beachtet werden?
Ich trug den Sisyphus vor, jenes eigene Bild des Recken, der vergeblich immer wieder versucht, die Friedenskugel an ihren Platz zu rollen, verzweifelt irgendwann aufgibt und in diesem Moment ist
der Flaschenzug der Ameisen fertig, die kraft gemeinsamen Handelns, jede einzelne so klein, das Werk vollbrachten...
von Slov ant Gali
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