Wettbewerbstexte als Demonstration gegen deutsche Kriegsbeteiligungen
Ob auf ihren Internetseiten, in Jobcentern, auf öffentlichen Plätzen, Jugend- oder Berufsmessen: Immer mehr versucht sich die Bundeswehr Jugendlichen als stinknormaler Arbeitgeber zu präsentieren, der "sichere Jobs" inklusive "Abenteuerkick" garantiere. Sie ködert junge Menschen mit üppigen Verdienstmöglichkeiten und behauptet, ein Arbeitsplatz beim Bund sei "mit Sicherheit ein guter Weg".
Der "sichere" Job bleibt eine leere Versprechung.
Wer eine Ausbildung bei der Bundeswehr bekommen will, muss sich verpflichten. Und dazu gehört der Kriegseinsatz im Ausland - ein "Abenteuer", das häufig auf dem Friedhof, im Rollstuhl oder in der Psychiatrie endet. Seitdem Afghanistan völkerrechtswidrig unter NATO-Besatzung steht, sind tausende Menschen bei Kriegshandlungen der NATO-Truppen ums Leben gekommen.
Die Bundeswehr ist einer der größten Job-, Ausbildungsplatz- und Bildungsfresser. Während bei Bildung und Sozialleistungen gespart wird, verschlingt der "Verteidigungsetat" 2010 31,1 Mrd. Euro. Während die Bundeswehr Milliarden verschwendet, werden im Öffentlichen Dienst Arbeitsplätze gestrichen und Etats gekürzt: Jugendzentren, Krankenhäuser und Schwimmbäder müssen schließen. All diese finanziellen Mittel für unsere Zukunft fehlen unter anderem, weil die Bundeswehr den NATO-Truppen bei der Bombardierung afghanischer Dörfer hilft.
Wir rufen dazu auf: Zeig' der Bundeswehr in Arbeitsagenturen, Berufsmessen und in der Schule, dass sie unerwünscht ist! Schaffen wir gemeinsam bundeswehrfreie Zonen! Stoppen wir die deutschen Kriegsbeteiligungen in aller Welt!