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Montag, 1. september 2008 1 01 /09 /2008 00:00

 

Es gibt sehr viele Gründe weshalb Menschen gegen Kriege protestieren

 

 

Ich z.B. habe durch den 2.Weltkrieg alles andere als eine schöne Jugend gehabt.

 

 

Mein Stiefvater und meine drei Brüder, alle gleich Ende 1939 nach Kriegsbeginn

 

 

 zur faschistischen Wehrmacht eingezogen! Mutter, mit mir und meiner Schwester alleine

 

 

, dabei täglich in der Zeitung die Todesnachrichten:  Gefallen für Führer Volk und Vaterland

 

 

die Ängste um unsere vier Männer belasteten uns ständig. Dazu kamen die Entbehrungen,

 

 

es fehlte nicht nur an Nahrung, Kleidung, Wäsche, Dinge des täglichen Bedarfs und Kultur.

 

 

Jährlich gab es eine Kleiderkarte mit 100 Punkten, reichte gerade für einen Mantel

 

 

 Unterwäsche oder Kleidung war dann für ein Jahr passe’  ,selbst Nähgarn

 

 

und „Damenbinden“ bekam man  nur auf Karte.

 

 

Mit den Eintrittskarten zum Opernhaus  standen wir vor diesen Trümmern.

 

 

Der größte Teil von Gaststätten und Cafe' s war mit Brettern vernagelt

 

 

und mit einem Hinweis versehen: "Wegen Einberufung geschlossen"

 

 

Strengste Kontrolle galt der Verdunkelung das setzte voraus, daß es keine

 

 

Straßenbeleuchtung gab, alle Fenster mußten schwarz abgedichtet sein.

 

 

Die Großstadt Köln glich abends einem Friedhof. Ein selten gewordener Kinobesuch endete

 

 

im Luftschutzbunker. Immer Panik, bei Fliegeralarm, einen Schutzraum zu erreichen,

 

 

wo innerhalb von 3 Tagen in Köln alleine 30 000 Tote , zerrissen oder verbrannt waren.

 

 

Darunter meine Tante Käthe  mit ihrem Baby in einem 5geschossigen Haus

 

 

 im Keller, durch eine Bombe von einem Stahlträger erschlagen. So sah das Ende dieses wahnsinnigen Krieges aus: Meine Jugendliebe gefallen,  mein Bruder Klemens im Gefangenenlager

 

 

an Fleckfieber gestorben, mein Bruder Ferdi verschollen, mein Bruder Hans, der nach einer Verwundung in Polen dann noch an die Westfront sollte,  haben wir monatelang bis zum Ende

 

 

des Krieges unter fürchterlichen Ängsten im Keller versteckt, der dann noch in amerikanische.

 

 

 Gefangenschaft mußte und wenig später an seiner Verwundung mit 34 Jahren starb, mein Onkel Christian verschollen, mein Onkel Johann auf dem Rücktransport aus der Gefangenschaft

 

 

im Waggon verendet und unzählige Schulkameraden und Bekannte.verschwunden.

 

 

Muß ich nun noch erklären , warum ich Rüstungsbosse und Kriegstreiber hasse?

 

 

Auch die, die verantwortungslos Aggressionskriege befürworten , für Kriegsbeteiligung stimmen

 

 

Ich würde sie lieber alle eingesperrt sehen, damit die Menschheit vor ihnen geschützt wäre!

 

Elisabeth Monsig  (geb.01.01.1924)

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